[ITA/DEU] Tristezza inconsapevole? / Unbewusste Tristesse?

25.08.2026 22:31 di  Redazione StPauli   vedi letture
Pyrka si dispera
Pyrka si dispera
© foto di FCSP

La partita di Essen in Coppa vista attraverso una lente differente: cosa si nasconde quest’anno dietro questa TRISTESSE, questa tristezza quasi funerea?

Dietro le quinte si percepisce una calma piatta, un encefalogramma piatto. La parola italiana tristezza, tradotta in francese con tristesse, che i tedeschi pensano appartenga alla langue d’oc, non spiega bene lo stato d’animo che i giocatori hanno portato in campo domenica a Essen.

Calma piatta! Scendere in campo senza appigli, senza voglia, senza combattere.

Il nuovo Mister Rapp non ha assolutamente colpe: ha ricevuto questo gruppo di giocatori e deve portare avanti la barca. Speriamo che almeno non faccia come Schettino e non sia il primo a scendere.

Questo è il problema da mesi: tanti giocatori cercano di andare via dalla barca. Perché? Che cosa è successo?

Come mai, dopo aver giocato e vinto lo scorso anno il derby d’andata in casa dei cuginetti per 2-0, tutti dicevano e raccontavano che eravamo una squadra da Champions League? Eravamo secondi in classifica, giocavamo alla grande, tutti combattevano e si davano una mano.

Ad Essen questo non si è visto.

Dopo il derby sono successe molte cose: discussioni dentro lo spogliatoio, battibecchi e incomprensioni, offese da tutte le parti, il CDA che attaccava mogli e giocatori.

Dopo ormai dieci mesi dai fatti, oggi portiamo ancora gli strascichi di quanto accaduto. Molti giocatori vogliono andare via, ma sono ancora qui e zavorrano anche il sistema. Uno spogliatoio che non si è ancora ricompattato.

Qui il nuovo Mister deve fare un grosso lavoro. In bocca al lupo!

Ma la dirigenza deve fare chiarezza con chi non desidera restare.

Il Sankt Pauli, nella sua storia, non ha mai fatto grandi compravendite di giocatori. Siamo anche consapevoli che il Sankt Pauli non sia la squadra che deve vincere la Champions League.

Pensiamo però anche che, proprio per la STORIA del Sankt Pauli, la dirigenza non debba essere troppo vicina a una parte di tifosi e soci che desiderano dare troppi consigli “amichevoli” e che cercano di influenzare le compravendite dei giocatori, compromettendo la classifica, la stabilità dello spogliatoio e il vivere comune.

Lo spogliatoio deve essere il primo lavoro del buon Mister Rapp: forte e unito.

La nostra dirigenza, invece, deve essere più leggera, senza influenze esterne, nel cercare giocatori che sappiano indossare una maglia dal grande valore politico e sociale.

Quello che è mancato a Essen.

Avevamo un capitano, è vero, un bravissimo ragazzo, ma non lo abbiamo visto prendere la spada, salire sul pennone principale del veliero e comandare l’abbordaggio della barchetta di Essen.

Ma è anche vero che nessuno si è sforzato più di tanto, né per la Coppa DFB, né tanto meno per la maglietta marrone.

Alla fine, nello spogliatoio, le magliette non erano neanche bagnate di sudore.

Bisogna ricordare che le nozze non si fanno con i fichi secchi.

OK, capiamo: siamo al Sankt Pauli. Ma anche al Sankt Pauli, a un banchetto, nessuno vuole mangiare fichi secchi.

Un consiglio lo diamo anche noi, senza alcuna intenzione di voler influenzare nessuno:

si potrebbe forse prendere qualche buon giocatore dalla Spagna, dall’Italia, dalla Francia, dal Portogallo. Spesso ci sono giocatori di valore anche in quelle terre sperdute, e che costano il giusto.

Forse è solo una nostra idea.

Ad Essen: uno squallore totale, desolazione e mancanza di voglia e desiderio. TRISTESSE assoluta.

Molto pericoloso.

Meditate, gente. Meditate. Meditate.

Deutsch

Das Pokalspiel in Essen durch eine andere Linse betrachtet: Was steckt in dieser Saison hinter dieser TRISTESSE, dieser fast schon todestraurigen Stimmung?

Hinter den Kulissen spürt man eine absolute Ruhe – ein völlig abgeflachtes Bild, fast wie ein flaches EEG. Das italienische Wort tristezza, auf Französisch tristesse übersetzt, das die Deutschen gerne für einen Ausdruck aus der langue d’oc halten, beschreibt jedenfalls nicht wirklich die Stimmung, die unsere Spieler am Sonntag in Essen auf den Platz gebracht haben.

Absolute Flaute! Auf den Platz gehen, ohne Halt, ohne Lust, ohne Kampf.

Der neue Mister Rapp trägt daran überhaupt keine Schuld. Er hat diese Mannschaft übernommen und muss das Schiff weiterführen. Hoffen wir nur, dass er nicht wie Schettino als Erster von Bord geht.

Denn genau hier liegt seit Monaten das Problem: Viele Spieler versuchen, dieses Schiff zu verlassen.

Warum? Was ist passiert?

Wie kann es sein, dass wir im vergangenen Jahr das Hinspiel im Derby bei den kleinen Cousins mit 2:0 gewonnen haben und anschließend alle gesagt und geschrieben haben, diese Mannschaft sei auf Champions-League-Niveau? Wir waren Tabellenzweiter, haben großartigen Fußball gespielt, alle haben gekämpft und sich gegenseitig geholfen.

Davon war in Essen nichts zu sehen.

Nach dem Derby ist vieles passiert: Diskussionen innerhalb der Kabine, Streit und Missverständnisse, Beleidigungen von allen Seiten, ein Aufsichtsrat, der Ehefrauen und Spieler angegriffen hat.

Fast zehn Monate sind inzwischen vergangen, doch die Folgen dieser Ereignisse schleppen wir noch immer mit uns herum.

Viele Spieler wollen weg, sind aber noch hier und belasten damit auch das gesamte System. Eine Kabine, die noch immer nicht wieder zu einer Einheit geworden ist.

Hier muss der neue Mister Rapp sehr viel Arbeit leisten.

Viel Glück dabei!

Aber auch die Vereinsführung muss endlich Klarheit schaffen mit denjenigen, die nicht bleiben wollen.

Der FC St. Pauli hat in seiner Geschichte nie große Transfergeschäfte gemacht. Und wir sind uns durchaus bewusst, dass der FC St. Pauli nicht die Mannschaft sein muss, die die Champions League gewinnt.

Aber gerade wegen der GESCHICHTE des FC St. Pauli sind wir der Meinung, dass die Vereinsführung nicht zu eng mit einem Teil der Fans und Mitglieder verbunden sein sollte, die allzu gerne „freundschaftliche“ Ratschläge geben und versuchen, Einfluss auf Transfers zu nehmen.

Und damit letztlich die Tabelle, die Stabilität der Kabine und das gemeinsame Miteinander gefährden.

Die Kabine muss die erste Baustelle des guten Mister Rapp sein: stark und vereint.

Unsere Vereinsführung hingegen sollte leichter und freier agieren, ohne äußere Einflüsse, und Spieler suchen, die wissen, wie man ein Trikot mit einem derart großen politischen und gesellschaftlichen Wert trägt.

Genau das hat in Essen gefehlt.

Wir hatten einen Kapitän, das stimmt. Einen sehr guten Jungen. Aber wir haben ihn nicht gesehen, wie er das Schwert in die Hand nimmt, auf den höchsten Mast des Schiffes steigt und den Angriff auf das kleine Essener Boot anführt.

Aber es stimmt auch: Wirklich besonders angestrengt hat sich niemand – weder für den DFB-Pokal noch für das braune Trikot.

Am Ende waren die Trikots in der Kabine nicht einmal richtig vom Schweiß durchnässt.

Man muss sich daran erinnern: Eine Hochzeit kann man nicht mit trockenen Feigen feiern.

Ja, wir verstehen es: Wir sind beim FC St. Pauli.

Aber auch beim FC St. Pauli will bei einem Festmahl niemand trockene Feigen auf dem Teller haben.

Einen Rat geben auch wir – ohne die Absicht, irgendjemanden beeinflussen zu wollen:

Vielleicht könnte man sich einmal nach guten Spielern aus Spanien, Italien, Frankreich oder Portugal umsehen. Auch in diesen weit entfernten Ländern gibt es immer wieder wertvolle Spieler, die nicht die Welt kosten.

Vielleicht ist das aber auch nur unsere eigene Idee.

In Essen war es jedenfalls: absolute Trostlosigkeit, Leere und keinerlei Lust oder Verlangen. TRISTESSE pur.

Sehr gefährlich.

Denkt darüber nach, Leute. Denkt nach. Denkt nach.