[ITA/DEU] Discriminazione e mobbing alla Roma SpA / Diskriminierung und Mobbing bei der Roma SpA

04.08.2026 23:44 di  Redazione StPauli   vedi letture
[ITA/DEU] Discriminazione e mobbing alla Roma SpA / Diskriminierung und Mobbing bei der Roma SpA
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[ITA/DEU] Il Manifesto, un'Italia alla rovescia / Il Manifesto, ein Italien auf dem Kopf

Italiano

Il Manifesto titola «Un mondo alla rovescia». Noi, diligentemente, correggiamo: è soltanto un'Italia alla rovescia. Come non si può non essere vicini ai dipendenti della Roma SpA, così correggiamo anche, con rispetto, Il Manifesto, che continua a parlare di AS Roma.

La Roma, purtroppo per i suoi dipendenti e per i suoi tifosi, da oltre quarant'anni non è più un'associazione sportiva. Oggi è gestita da fondi e interessi speculativi, senza alcuna reale cognizione sportiva.

Si desidera costruire un nuovo stadio, ma nel frattempo si mandano dirigenti, giornalisti, social media manager, addetti al marketing e molti altri dipendenti a pulire scaffali e servizi igienici degli shop della Roma SpA. Nel diritto del lavoro questo ha un nome ben preciso: mobbing.

Il Bayern Monaco cerca nuovi dipendenti e sul proprio sito scrive: «Cerchiamo persone altamente qualificate per far parte della nostra famiglia.» Il Bayern conta circa 1.900 dipendenti, il Borussia Dortmund oltre 1.000, il piccolo Friburgo circa 500.

Nessuna di queste realtà viene definita un'impresa nel senso in cui spesso accade in Italia: sono associazioni sportive, non semplici società orientate esclusivamente al capitale, che troppo spesso finiscono per fallire.

La cosa più preoccupante è che le principali associazioni sportive tedesche cercano personale altamente qualificato, mentre noi, in Italia, troppo spesso trattiamo male i nostri dipendenti fino a costringerli ad andarsene. Anche questo, quando assume determinate caratteristiche, si chiama mobbing.

Uno degli stadi più belli del mondo è quello dei nostri "cuginetti", un impianto che la Juventus ha cercato di imitare, ma con una capienza decisamente inferiore rispetto agli oltre 60.000 spettatori dell'originale. Gli stadi tedeschi, spesso concessi in comodato d'uso, sono autentici gioielli, proprio come il nostro Millerntor: «Ecceziunale veramente» (ndr Diego A.).

Qui il link all'articolo del nostro redattore Luca dedicato al Millerntor, pubblicato il 27 agosto 2020:

Ogni stadio è bello... a mamma soja, il Millerntor un po' di più

La Roma SpA, pur disputando la Champions League, contando tantissimi abbonati e incassando importanti premi UEFA, viene accusata di trattare i propri lavoratori senza alcun riguardo. È stata annunciata una giornata di sciopero; numerosi tifosi e organizzazioni sindacali si stanno mobilitando, mentre uno studio legale romano di origine trasteverina, il cuore garibaldino della città, ha assunto la difesa dei lavoratori.

Siamo convinti che, se dei Garibaldini prenderanno seriamente in mano la situazione, i lavoratori potranno contare su un valido sostegno. Speriamo invece che il RC Montecitorio resti in Tribuna Monte Mario accanto al nuovo amministratore delegato della Roma SpA, Galatic, perché per affrontare vicende come questa servono meno cene al Quirinale e più Repubbliche Romane.

Siamo profondamente disgustati da questo trattamento riservato ai lavoratori, ma siamo vicini anche ai tanti dipendenti che quest'anno hanno perso il posto di lavoro perché i loro club sono falliti. Anche questa è una delle pagine più amare del calcio italiano.


Deutsch

Il Manifesto titelt „Eine Welt auf dem Kopf“. Wir korrigieren pflichtgemäß: Es ist lediglich ein Italien auf dem Kopf. Wie könnte man sich nicht an die Seite der Angestellten der Roma SpA stellen? Auch hier korrigieren wir behutsam Il Manifesto, das den Verein weiterhin als AS Roma bezeichnet.

Zum Leidwesen sowohl der Beschäftigten als auch der Fans ist die Roma seit mehr als vierzig Jahren keine Sportvereinigung mehr. Heute wird sie von Fonds und spekulativen Interessen geführt, denen jegliche sportliche Kompetenz fehlt.

Man möchte ein neues Stadion bauen, schickt jedoch gleichzeitig Führungskräfte, Journalisten, Social-Media-Manager, Marketingmitarbeiter und viele andere Beschäftigte dazu, Regale und Toiletten der Roma-SpA-Fanshops zu reinigen. Im Arbeitsrecht hat ein solches Vorgehen einen klaren Namen: Mobbing.

Der FC Bayern München sucht neue Mitarbeiter und schreibt auf seiner Website: „Wir suchen hochqualifizierte Persönlichkeiten, die Teil unserer Familie werden möchten.“ Bayern beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter, Borussia Dortmund über 1.000 und der SC Freiburg etwa 500.

Keiner dieser Vereine wird als gewöhnliches Unternehmen bezeichnet. Es handelt sich um Sportvereine und nicht um reine Kapitalgesellschaften, wie sie in Italien häufig verstanden werden und die am Ende allzu oft Insolvenz anmelden müssen.

Besorgniserregend ist, dass alle großen deutschen Sportvereine hochqualifiziertes Personal suchen, während wir in Italien unsere Mitarbeiter häufig schlecht behandeln und sie letztlich dazu drängen, ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Auch das kann Mobbing sein.

Eines der schönsten Stadien der Welt ist das Stadion unserer „kleinen Cousins“. Juventus hat versucht, dieses Konzept zu übernehmen, allerdings mit deutlich geringerer Kapazität als den heute mehr als 60.000 Plätzen des Originals. Die deutschen Stadien, vielfach auf Erbbaurechts- oder vergleichbaren Nutzungsmodellen betrieben, sind wahre Schmuckstücke – genau wie unser Millerntor: „Ecceziunale veramente“ (Anm. d. Red.: Diego A.).

Hier der Link zum Artikel unseres Redakteurs Luca über das Millerntor, veröffentlicht am 27. August 2020:

Ogni stadio è bello... a mamma soja, il Millerntor un po' di più

Die Roma SpA spielt zwar in der Champions League, verfügt über eine große Zahl an Dauerkarteninhabern und erhält hohe UEFA-Einnahmen, wird jedoch beschuldigt, ihre Beschäftigten rücksichtslos zu behandeln. Ein Streiktag wurde angekündigt; zahlreiche Fans und Gewerkschaften mobilisieren sich. Zudem hat eine römische Anwaltskanzlei mit Wurzeln in Trastevere – dem garibaldinischen Herzen der Stadt – die Vertretung der Arbeitnehmer übernommen.

Wir sind überzeugt, dass die Beschäftigten auf starke Unterstützung zählen können, wenn die Garibaldini die Angelegenheit entschlossen in die Hand nehmen. Hoffen wir stattdessen, dass der RC Montecitorio auf der Monte-Mario-Tribüne an der Seite des neuen CEO der Roma SpA, Galatic, bleibt; denn für solche Angelegenheiten braucht es weniger Abendessen im Quirinalspalast und mehr Römische Republiken.

Wir sind zutiefst empört über diese Behandlung der Beschäftigten. Gleichzeitig gilt unsere Solidarität auch den vielen Arbeitnehmern, die in diesem Jahr ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil ihre Vereine Insolvenz anmelden mussten. Auch das ist eine der hässlichsten Seiten des italienischen Fußballs.

Deutsch

Il Manifesto titelt „Eine Welt auf dem Kopf“. Wir erlauben uns eine kleine Korrektur: Es ist nicht die Welt, sondern vielmehr ein Italien auf dem Kopf. Wie könnte man den Beschäftigten der Roma SpA in dieser Situation nicht seine Solidarität aussprechen? Ebenso korrigieren wir respektvoll Il Manifesto, das den Verein weiterhin als AS Roma bezeichnet.

Zum Bedauern sowohl der Beschäftigten als auch der Fans ist die Roma seit mehr als vierzig Jahren keine Associazione Sportiva (Sportvereinigung) mehr. Heute wird der Club von Investmentfonds und spekulativen Interessen geführt – mit wenig Bezug zu den eigentlichen sportlichen Werten.

Während man vom Bau eines neuen Stadions träumt, werden Führungskräfte, Journalisten, Social-Media-Manager, Marketingmitarbeiter und weitere Beschäftigte dazu eingesetzt, Regale aufzufüllen und Toiletten in den Fanshops der Roma SpA zu reinigen. Im Arbeitsrecht gibt es für ein solches Vorgehen einen klaren Begriff: Mobbing.

Der FC Bayern München sucht neue Mitarbeiter und wirbt auf seiner Website mit den Worten: „Wir suchen hochqualifizierte Persönlichkeiten, die Teil unserer Familie werden möchten.“ Der FC Bayern beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter, Borussia Dortmund mehr als 1.000 und selbst der vergleichsweise kleine SC Freiburg rund 500.

Niemand bezeichnet diese Vereine als gewöhnliche Unternehmen. Sie verstehen sich in erster Linie als Sportvereine – nicht als reine Kapitalgesellschaften, wie der Profifußball in Italien immer häufiger wahrgenommen wird und die nicht selten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Besorgniserregend ist vor allem der Unterschied im Umgang mit den Beschäftigten. Während die großen deutschen Vereine gezielt nach hochqualifiziertem Personal suchen und dieses langfristig an sich binden möchten, erleben viele Arbeitnehmer im italienischen Fußball das Gegenteil: Sie werden schlecht behandelt und oftmals indirekt zum Weggang gedrängt. Auch das ist eine Form von Mobbing.

Eines der schönsten Stadien der Welt ist das Stadion unserer „kleinen Cousins“. Juventus hat sich bei dessen Konzept inspirieren lassen, allerdings mit einer deutlich geringeren Zuschauerkapazität als die heute über 60.000 Plätze des Originals. Die deutschen Stadien, die überwiegend auf langfristigen Nutzungsverträgen beruhen, sind wahre Schmuckstücke – genau wie unser Millerntor. Oder, um Diego A. zu zitieren: „Ecceziunale veramente.“

Hier der Link zum Artikel unseres Redakteurs Luca über das Millerntor, veröffentlicht am 27. August 2020:

„Ogni stadio è bello... a mamma soja, il Millerntor un po' di più“

Die Roma SpA spielt in der Champions League, verfügt über eine enorme Zahl an Dauerkarteninhabern und profitiert von erheblichen UEFA-Einnahmen. Gleichzeitig sehen sich zahlreiche Beschäftigte nach eigenen Angaben respektlos behandelt. Ein Streiktag wurde angekündigt, zahlreiche Fans und Gewerkschaften haben ihre Unterstützung zugesagt. Auch eine traditionsreiche Anwaltskanzlei aus Trastevere – dem garibaldinischen Herzen Roms – hat die Vertretung der Arbeitnehmer übernommen.

Wir sind überzeugt, dass die Beschäftigten auf starken Beistand zählen können, wenn die Garibaldini die Angelegenheit entschlossen begleiten. Wir hoffen hingegen, dass der RC Montecitorio auf der Tribuna Monte Mario an der Seite des neuen CEO der Roma SpA, Galatic, Platz nimmt. Denn für Situationen wie diese braucht es weniger Galadinner im Quirinalspalast und mehr Geist der Römischen Republik.

Wir sind tief betroffen über den Umgang mit den Beschäftigten. Gleichzeitig gilt unsere Solidarität auch den vielen Arbeitnehmern, die in diesem Jahr ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil ihre Vereine Insolvenz anmelden mussten. Auch das gehört zur traurigen Realität des italienischen Profifußballs.