St Pauli-Kaiserlautern 1-2: la presunzione si paga a caro prezzo

31.08.2026 17:41 di  Stefano Severi  Twitter:    vedi letture
St Pauli-Kaiserlautern 1-2: la presunzione si paga a caro prezzo

[ITA] – Il St. Pauli cade contro il Kaiserslautern: a Millerntor perde soprattutto la presunzione

Il St. Pauli cade contro il Kaiserslautern in casa, ma a perdere non è soltanto la squadra: è soprattutto quella presunzione che, a Millerntor, da troppo tempo si è fatta strada, quella di avere sempre ragione.

Perché da qualche anno, effettivamente, andava tutto bene. Anzi, benissimo: Bornemann che pesca il gioiello Hürzeler, calciatori sconosciuti presi da campionati improbabili che portano i Pirati in Bundesliga e addirittura alla salvezza, prima di essere venduti generando importanti plusvalenze; la cooperativa dello stadio e un futuro economico che, dopo il buio degli anni del Covid, non fa più così paura.

Poi però, a St. Pauli, qualcuno ha iniziato a pensare di essere migliore degli altri. Non delle altre squadre, bensì degli altri tifosi dei Pirati.

Tifosi di serie A e tifosi di serie B, dirigenti che pensano di poter mettere i piedi in testa ai calciatori, revisionismi storici per dare patenti di legittimità soltanto a chi è amico del mio amico: problematiche di questo tipo hanno tenuto banco per troppo tempo a Millerntor.

Il risultato è sotto gli occhi di tutti: dal vittorioso derby in casa dei cugini a oggi, sportivamente parlando, il St. Pauli non ne ha più azzeccata quasi una.

Ha perso, umiliandolo, il proprio capitano. Ha lasciato partire tanti giocatori dotati di personalità, perché il St. Pauli viene prima di tutti – e questo sarebbe anche vero, ma in campo la personalità serve – e questa squadra ha perso progressivamente la propria identità.

Dopo il disastro in coppa, arriva anche il ko interno alla terza giornata contro il Kaiserslautern, che ci lascia già in zona retrocessione, a -7 dalla vetta della classifica e con ben cinque reti al passivo.

Tempo per ulteriori rivoluzioni non ce n’è. Quello per qualche riflessione, però – a partire dal direttore sportivo Bornemann, che in questi anni ha collezionato grandissimi risultati – sarebbe assolutamente da trovare.

[DEU] – St. Pauli verliert gegen Kaiserslautern: Am Millerntor verliert vor allem die Selbstüberschätzung

St. Pauli verliert zu Hause gegen Kaiserslautern, doch verloren hat nicht nur die Mannschaft: Es ist vor allem jene Selbstüberschätzung, die sich am Millerntor seit zu langer Zeit breitgemacht hat – die Überzeugung, immer im Recht zu sein.

Denn in den vergangenen Jahren lief tatsächlich alles gut. Mehr noch: Es lief hervorragend. Bornemann entdeckt das Juwel Hürzeler, unbekannte Spieler aus vermeintlich unbedeutenden Ligen werden verpflichtet, führen die Piraten in die Bundesliga und sogar zum vorzeitigen Klassenerhalt, bevor sie mit erheblichen Transfergewinnen weiterverkauft werden. Die Stadiongenossenschaft hilft dabei, und auch die wirtschaftliche Zukunft macht nach den dunklen Corona-Jahren längst nicht mehr ganz so viel Angst.

Dann aber begann man bei St. Pauli offenbar zu glauben, besser zu sein als die anderen. Nicht besser als die anderen Mannschaften, sondern besser als die anderen Fans der Piraten.

Fans erster und zweiter Klasse, Funktionäre, die glauben, Spielern auf der Nase herumtanzen zu können, eine historische Neubewertung der eigenen Vergangenheit, um nur denjenigen die Legitimität abzusprechen oder zuzugestehen, die mit den richtigen Leuten befreundet sind: Mit Problemen dieser Art hat man sich am Millerntor viel zu lange beschäftigt.

Das Ergebnis ist für alle sichtbar: Seit dem gewonnenen Derby bei den Nachbarn hat St. Pauli sportlich betrachtet kaum noch etwas richtig gemacht.

Man hat den eigenen Kapitän verloren – und ihn dabei regelrecht gedemütigt. Viele Spieler mit Persönlichkeit wurden gehen gelassen, weil St. Pauli über allem steht. Das mag grundsätzlich stimmen, aber auf dem Fußballplatz braucht man eben auch Persönlichkeit. Und genau diese Mannschaft hat immer mehr ihre eigene Identität verloren.

Nach dem Pokaldesaster folgt nun am dritten Spieltag die Heimniederlage gegen Kaiserslautern. Damit steht St. Pauli bereits in der Abstiegszone, sieben Punkte hinter der Tabellenspitze und mit fünf Gegentoren auf dem Konto.

Zeit für weitere Revolutionen gibt es nicht. Zeit für ein paar grundsätzliche Überlegungen sollte man sich allerdings nehmen – angefangen beim Sportdirektor Bornemann, der in den vergangenen Jahren zweifellos großartige Arbeit geleistet und große Erfolge erzielt hat.