[ITA/DEU] Grazie Sandro: un ricordo dai Mondiali 2006 / Danke Sandro: eine Erinnerung an die WM 2006

19.09.2026 10:28 di  Massimo Finizio   vedi letture
[ITA/DEU] Grazie Sandro: un ricordo dai Mondiali 2006 / Danke Sandro: eine Erinnerung an die WM 2006

[ITA/DEU] Grazie Sandro: un ricordo dai Mondiali 2006 / Danke Sandro: eine Erinnerung an die WM 2006

Era il 2006 e noi organizzavamo per Casa Azzurri e per la FIGC la zona d’incontro per gli italiani che seguivano i Mondiali di Germania. Siamo stati impegnati ogni giorno, praticamente H24, e spesso, per conto della FIGC, accompagnavamo gli sponsor, facendo da ciceroni per la città e soprattutto per il quartiere di Sankt Pauli, raccontando storie sportive e anche storiche che la maggior parte delle persone non conosce.

Ad esempio, Mapei era arrivata con tantissimi pullman e pittoreschi erano i tifosi al seguito.

All’inizio eravamo riusciti a convincere la dirigenza italiana a non organizzare il punto di ritrovo presso un grosso ristorante cinese nella zona portuale, ma a scegliere uno dei migliori ristoranti italiani, sempre al porto, convincendolo a collaborare per gli Azzurri. Per loro sarebbe stato anche un ottimo veicolo pubblicitario.

Così avvenne. Il mio primo obiettivo era raggiunto. Pochi, però, sapevano che il ritrovo della Germania, padrona di casa, sarebbe stato proprio immediatamente di fronte a noi: La Vela per l’Italia e Fischmarkt per la Germania, uno di fronte all’altro.

Tra i tanti ospiti ci fu Ferlaino, un grande Presidente, molto riservato, e tantissimi cantanti e personaggi del mondo dello spettacolo.

Il peggior ospite che abbiamo dovuto “ospitare”, purtroppo, fu quello che oggi è il Presidente del Senato, con il cognome dal sapore filo-russo e i baffetti alla Nosferatu. “Prima gli italiani”, il gusto italiano, il Mediterraneo: tutte belle cose che racconta ai media. In verità, quel giorno furono soprattutto parolacce e offese agli ottimi spaghetti portati dagli sponsor italiani, ai prosciutti tipici e al Parmigiano, che veniva offerto anche dai maestri italiani venuti appositamente per l’occasione.

Per lui era meglio un würstel con il ketchup tedesco.

Per fortuna, la RAI era presente in forze, con gli operatori della sede di Firenze, e apprezzava giustamente il Made in Italy. Failla, persona davvero ottima, coordinava le trasmissioni che per oltre due settimane vennero irradiate da Amburgo, sede anche della RAI tedesca, la ARD/NDR.

Tutto il gruppo aveva Sandro Mazzola come esperto. La maggior parte dei tifosi italiani presenti era di fede bianconera, ma tutti gli volevano bene, lo cercavano e lo abbracciavano.

Dei fatti del 2006 si parlava poco. Lui, ancora meno. Una sera ci disse: “Una squadra come quella non può andare in Serie B.” In pratica, parlava della Nazionale italiana.

Spesso andava a cercare i ragazzi e i tifosi che potevano entrare alle riprese della diretta televisiva di Notti Mondiali, al ristorante La Vela. Parlava con tutti, sempre con il suo stile tranquillo e quasi sottovoce.

Ci chiedeva, si informava sui nostri dirimpettai. Gli avevamo spiegato della nostra scelta, studiata appositamente, di posizionarci proprio di fronte agli ospitanti: da loro fiumi di birra e tanta euforia, da noi “in vino veritas”, rigorosamente Made in Italy.

Ma il giorno dello 0-2 di Dortmund furono lacrime a non finire. Sandro era felicissimo. Lui aveva già giocato la “partita del secolo”, battendo i tedeschi in semifinale nel 1970. Ma batterli in casa loro, a Dortmund, davanti a 75.000 spettatori, era qualcosa di speciale.

Speciale era Mazzolino, come lo chiamava Enrico Ameri, per ricordare il papà di Sandro, il grande Valentino, purtroppo scomparso a Superga insieme al Grande Torino.

Grazie e ciao, Sandro.

Danke Sandro: Eine Erinnerung an die WM 2006

Es war 2006, und wir organisierten für Casa Azzurri und den italienischen Fußballverband FIGC einen Treffpunkt für die Italiener, die die Weltmeisterschaft in Deutschland verfolgten. Wir waren jeden Tag praktisch rund um die Uhr im Einsatz. Oft begleiteten wir im Auftrag der FIGC die Sponsoren und fungierten als Fremdenführer durch die Stadt und vor allem durch das Viertel Sankt Pauli. Wir erzählten sportliche, aber auch historische Geschichten, die den meisten Menschen völlig unbekannt waren.

Mapei war beispielsweise mit zahlreichen Reisebussen angereist, und auch die mitgereisten Fans waren eine durchaus bunte und besondere Truppe.

Zu Beginn war es uns gelungen, die italienische Leitung davon zu überzeugen, den Treffpunkt nicht in einem großen chinesischen Restaurant im Hafenviertel einzurichten, sondern stattdessen eines der besten italienischen Restaurants am Hafen für die Azzurri zu gewinnen. Für das Restaurant wäre dies natürlich auch eine hervorragende Werbung gewesen.

So kam es dann auch. Mein erstes Ziel war erreicht. Nur wenige wussten damals, dass sich der Treffpunkt der deutschen Gastgeber direkt gegenüber befinden würde: La Vela für Italien und Fischmarkt für Deutschland – direkt gegenüber voneinander.

Unter den zahlreichen Gästen war auch Ferlaino, ein großer Präsident und gleichzeitig ein sehr zurückhaltender Mensch, dazu kamen zahlreiche Sänger und andere Persönlichkeiten.

Der unangenehmste Gast, den wir leider „betreuen“ mussten, war ausgerechnet jener, der heute Präsident des italienischen Senats ist, mit einem Nachnamen, der russisch klingt, und einem kleinen Schnurrbart à la Nosferatu. „Zuerst die Italiener“, italienischer Geschmack, mediterrane Lebensart – all die schönen Dinge, die er gerne gegenüber den Medien vertritt. In Wirklichkeit gab es an diesem Tag vor allem Schimpfworte und Beschimpfungen über die hervorragenden Spaghetti der italienischen Sponsoren, über den typischen Prosciutto und den Parmigiano, der auch von den italienischen Meistern angeboten wurde, die eigens zu diesem Anlass gekommen waren.

Für ihn war offenbar eine Wurst mit deutschem Ketchup besser.

Zum Glück war die RAI mit zahlreichen Mitarbeitern vertreten, unter anderem mit den Kameraleuten aus Florenz, und wusste das Made in Italy zu schätzen. Failla, ein wirklich großartiger Mensch, koordinierte die Sendungen, die mehr als zwei Wochen lang aus Hamburg ausgestrahlt wurden. Hamburg war damals auch Sitz der deutschen RAI, der ARD/NDR.

Die gesamte Gruppe hatte Sandro Mazzola als Experten dabei. Die Mehrheit der italienischen Fans vor Ort war zwar Juventus-Anhänger, aber alle mochten Sandro, suchten seine Nähe und umarmten ihn.

Über die Ereignisse rund um 2006 wurde wenig gesprochen. Sandro sprach noch weniger darüber. Eines Abends sagte er zu uns: „Eine Mannschaft wie diese kann nicht in die Serie B absteigen.“ Gemeint war praktisch die italienische Nationalmannschaft.

Oft ging er selbst los, um Jugendliche und Fans zu suchen, die bei den Aufnahmen der Live-Sendung Notti Mondiali im Restaurant La Vela dabei sein konnten. Er sprach mit jedem, immer in seinem ruhigen Stil und fast flüsternd.

Er fragte uns nach unseren Nachbarn gegenüber und wollte wissen, wie es dort zuging. Wir hatten ihm erklärt, dass es eine ganz bewusste Entscheidung gewesen war, unseren Treffpunkt genau gegenüber den deutschen Gastgebern einzurichten: Dort flossen die Bierströme und herrschte ausgelassene Stimmung, bei uns galt dagegen „in vino veritas“ – natürlich Made in Italy.

Doch am Tag des 0:2 in Dortmund flossen unendlich viele Tränen. Sandro war überglücklich. Er selbst hatte 1970 bereits das „Spiel des Jahrhunderts“ erlebt und die Deutschen im Halbfinale besiegt. Aber sie in ihrem eigenen Land, in Dortmund, vor 75.000 Zuschauern zu schlagen, war etwas ganz Besonderes.

Besonders war auch Mazzolino, wie Enrico Ameri ihn nannte – als Erinnerung an Sandros Vater, den großen Valentino, der leider gemeinsam mit dem Grande Torino in Superga ums Leben kam.

Danke und ciao, Sandro.